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Echt – oder nicht?

Wie schon viele Dinge vor ihm, so kam auch das Modellpferde-Hobby aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten über den großen Teich zu uns nach Europa. Aber was ist ein Modellpferd und was macht es so faszinierend für kleine und große Sammler? Nun, im Prinzip ist es ähnlich wie bei den Modelleisenbahnen. Es geht darum, die reale Welt in Miniatur nachzustellen – und zwar so lebendig und detailgetreu wie nur eben möglich. Es gibt verschiedene Größen, Rassen, Farben. Es gibt Modelle, die als Massenproduktion vom Band laufen, limitierte Sondereditionen und besonders wertvolle, stark limitierte Editionen diverser nationaler und internationaler Künstler.

Ins Leben gerufen wurde dieses Hobby von der Firma Breyer, 1950 noch bekannt als Breyer Molding Company, aus Chicago. Diese fertigte im Auftrag der Firma F. W. Woolworth eine Kombination aus Uhr und Pferd. Daraufhin erhielt Breyer unzählige Anfragen von Kunden, die sich ausschließlich für die Pferdefigur interessierten. Dies änderte nachhaltig den Geschäftsschwerpunkt der Firma. Seitdem sind Sammler jeden Alters weltweit dem Hobby „Modellpferde-Sammeln“ verfallen. (Quelle: www.breyerhorses.com)

Aber nicht nur das Sammeln der Modelle entwickelte sich zur Leidenschaft. Viele Sammler begannen, die Modelle in ihrem Aussehen zu verändern, in Körperhaltung und/oder Farbe, und schufen somit Unikate, die je nach Qualität mehr oder weniger gefragt und somit auch mehr oder weniger wertvoll waren. Das so genannte „Customizing“ (Verändern) der Modelle hat sich mittlerweile zu einem fast eigenständigen Markt etabliert. Viele verändern Modelle nicht mehr nur für sich selbst sondern auch im Auftrag für Andere. Hierbei spielt es keine Rolle, ob das Grundmodell eines aus Hartplastik vom Fließband oder eines der limitierten Künstlerresins (Resin ist ein 2-Komponenten-Gussharz) ist. Der Kreativität der „Customizer“ sind keine Grenzen gesetzt, die Qualität der Arbeit ist jedoch entscheidend für den Wert des Modells.

Ein weiterer „Zweig“ im Modellpferde-Hobby ist das Basteln von Sattelzeug, Puppen und anderem Zubehör. Alles, was es in der realen Welt rund ums Thema „Pferd“ gibt, darf auch bei den Modellen nicht fehlen. So findet man klassisches Sattelzeug ebenso wie Westernsättel, Hunde und Rinder, Hindernisse für Springreiter und passende Reiterpuppen, um nur einiges zu nennen.

Weltweit gibt es regelmäßig „Live-Shows“, Sammlertreffen, die dazu dienen, sich kennenzulernen und auszutauschen, die Modelle anderer zu betrachten und oft auch, um Neue zu erwerben. Darüber hinaus kann man die Pferde in verschiedensten Klassen (eingeteilt z. B. nach Rasse, Farbe, Alter, etc.) starten lassen, ähnlich Pferdeshows im realen Leben. Auch in der Modellwelt gibt es Richter, die die Pferde nach bestimmten Kriterien (stimmt der Körperbau / Rassetyp, ist das Sattelzeug realistisch, weist das Modell keine Kratzer o. ä. auf) bewerten. Für die Sieger gibt es, wie im echten Leben auch, kleine Schleifen und/oder Preise.

Eine solche Live-Show findet auch in Oberbayern, genauer gesagt im Gasthaus Breitner in Gerolsbach, statt. Keineswegs handelt es sich um eine geschlossene Gesellschaft – im Gegenteil. Jeder, der sich für dieses interessante und ungewöhnliche Hobby interessiert, ist herzlich eingeladen, uns zu besuchen. Der Eintritt ist selbstverständlich kostenfrei, für das leibliche Wohl sorgt das Team des Gasthauses Breitner. Als ganz besonderen Gast begrüßen wir Frau Brigitte Eberl, Bildhauerin aus München, deren wunderschöne und realistische Modelle mittlerweile weltweit Sammlerherzen höher schlagen lassen.

Besuchen sie uns und lassen sie sich verzaubern von der einmaligen Welt der Modellpferde.

© SBL 2008

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